Die Kirchen in der Schweiz haben sich vereint, um am Samstag vor dem Eidg. Bettag in Bern öffentlich den christlichen Glauben zu bekennen und für die Bevölkerung und die Regierung im Gebet einzustehen. Christen aller Landesteile und Denominationen sind eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Gemeinsam werden Dankeskarten für die Parlamente und den Bundesrat unterschrieben.

Gerade in den heute oft stürmischen und ungewissen Zeiten ist es wichtig, dass Christinnen und Christen gemeinsam im Gebet einstehen. Vor nun bereits vier Jahren haben Schweizer Kirchen miteinander die erste Impulsveranstaltung «Ein Gebet voraus» durchgeführt. Als Ort des Gebets wurde die Grosse Schanze in Bern ausgewählt, was sich bis heute bewährt hat. Durch das Überreichen von drei grossen Dankeskarten wollen die Teilnehmenden den Räten der Landesregierung Dank aussprechen und für sie beten.

Einladung an Medienvertreter
Der Anlass am 16. September in Bern beginnt um 10.15 Uhr und dauert bis 12.15 Uhr. Gemeinsame Veranstalter sind die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK, Patronat), der Evangelische Kirchenbund (SEK), die Bischofskonferenz (SBK), die Evangelische Allianz (SEA.RES), die Christkatholische Kirche, die Freikirchen Schweiz (VFG) in Zusammenarbeit mit der überkonfessionellen Organisation „Gebet für die Schweiz“. Medienvertreter sind herzlich zum Besuch der Veranstaltung eingeladen.

Wachsendes Vertrauen
In diesem Jahr wird das «Gebet voraus» zum dritten Mal durchgeführt: «Im Laufe der Jahre ist die Gemeinschaft unter den verschiedenen Christinnen und Christen deutlich gewachsen; besonders das Vertrauen zwischen den traditionellen und den freien Kirchen. Das gemeinsame Gebet verbindet», wie Christiane Faschon (AGCK) betont. Mit dem öffentlichen Gebet in Bern drücken Christinnen und Christen auch aus, dass sie Verantwortung für unser Land mittragen.

Gott als Gegenüber
Pfarrer Christian Meier, Mediensprecher und einer der Visionsträger des Anlasses sagt: «Der Gebetsanlass lädt zum Innehalten, Danken, Bitten und Erkennen der eigenen Fehlerhaftigkeit ein.  Der Bezug zu Jesus Christus, welcher unser Land stark geprägt hat, weicht zunehmend der Neutralität. Uns geht es nicht um eine Engführung und moralische Gebote, sondern um das Bewusstsein, dass wir Menschen auf Gottes Segen angewiesen sind.»

Kollekte für AGiK und Caritas
Durch eine Kollekte am Anlass werden zwei karitative Projekte unterstützt. In der Schweiz leben rund 630‘000 Personen (8.1% der Bevölkerung) in einem Haushalt mit mehreren Zahlungsrückständen. Überschuldung zieht häufig schwerwiegende Folgen nach sich. Gesundheitliche Probleme, Spannungen in der Familie bis unter Umständen zum Jobverlust. Im ersten Projekt bekämpft die Caritas Überschuldung mit Prävention, Information und Beratung. Das zweite Projekt ist die Arbeitsgemeinschaft Interculturel (AGiK) des Réseau und der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA. Die AGiK bietet in Bern ein Coaching für freiwillige Begleitpersonen von Migranten an. Weiter stellt die AGiK auf ihrer Webseite eine hilfreiche Suchplattform mit Kontaktadressen zu internationalen Kirchgemeinden und Hauskreisen zur Verfügung.

Kontakte
Christian Meier
Mediensprecher
christian.meier@refgossau.ch

Simon Bucher
Kommunikation SEA
kommunikation@each.ch

Webseite
Offizielle Webseite zum Bettag

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