Die Beratungsstelle für Integrations- und Religionsfragen (BIR) hat einen neuen Koordinator. Nach 4 Jahren übergibt die bisherige Koordinatorin Kathrin Anliker den Stab an François Pinaton. Die Stellenübergabe erfolgte bereits am 1. Mai 2017.

Nach exakt vier Jahren macht Kathrin Anliker Schluss. Die Berner Oberländerin stellt sich in einem anderen Umfeld einer neuen Herausforderung. Ihr Nachfolger ist François Pinaton. Der gelernte Betriebsdisponent ist heute als selbstständiger Coach und in unterschiedlichen beratenden Funktionen tätig. In den vergangenen Jahren sammelte François Pinaton in verschiedenen Tätigkeiten Führungs- und Coaching-Erfahrungen, welche ihm als BIR-Koordinator zugutekommen werden. Die vor fünf Jahren von der SEA-Arbeitsgemeinschaft für Religionsfreiheit (AGR) geschaffene BIR berät und begleitet Asylsuchende, die ihre Heimat verlassen haben, weil sie dort aus religiösen Gründen verfolgt oder bedroht wurden.

Positive Bilanz
Im Jahr 2013 hat Kathrin Anliker die Stelle bei der BIR mit einer grossen Portion Neugier angetreten: «Während vier Jahren erhielt ich Einblick in zahlreiche Schicksale. Ich lernte Menschen kennen, die ausgeschafft wurden und Menschen, die ihre Familien in die Schweiz holen durften. Oft wechselten sich Freude und Trauer in kurzer Zeit ab», so Kathrin Anliker.  Den Schwächeren in diesem Land eine Stimme zu geben, sei ihr nach wie vor sehr wichtig. Kathrin Anliker nimmt einen Rucksack voller Erfahrungen mit nach Kandersteg. Dort grüsst sie, gemeinsam mit ihrem Verlobten, seit dem 1. Mai als Gastgeberin des Hotels Alpina. Auch in ihrer neuen Aufgabe ist den beiden die Arbeit mit Flüchtlingen ein Anliegen. Um diesen Menschen den Einstieg in den Schweizer Arbeitsmarkt zu ebnen, bietet das Hotel Arbeitsplätze für Flüchtlinge an. Kathrin Anliker ist noch bis Ende August mit einem kleinen Pensum bei der BIR aktiv.

Menschen eine Stimme geben können
Mit grossem Elan und Motivation hat François Pinaton die Arbeit bei der BIR gestartet. «Ich freue mich Menschen unterstützen zu dürfen, die vieles verloren haben und oft von Neuem beginnen müssen», sagt François Pinaton. Die Arbeit der BIR komme denen zugute, die mit einem grossen Schicksalsschlag konfrontiert würden und meist keine eigene Stimme hätten. So sei es für ihn ein Privileg, einen Teil seiner Arbeitszeit für die Hilfesuchenden, Notleidenden und Verfolgten dieser Welt einsetzen zu dürfen.

Sprung ins kalte Wasser
Gleich in den ersten Arbeitswochen von François Pinaton galt es Ernst. Eine zum christlichen Glauben konvertierte Familie sollte in ein Land ausgeschafft werden, in dem keine Religionsfreiheit herrscht. Der Kontakt mit Anwälten, Behörden und Experten stand an – innert weniger Stunden war der neue Koordinator mit einem praktischen Beispiel konfrontiert, das die Arbeit der BIR charakterisiert. Die Arbeitsweise ist oft geprägt von kurzfristigem und intensivem Agieren; nicht zuletzt deshalb, weil es um Leben und Tod gehen kann. Dem Koordinator steht für die oftmals komplexen Situationen ein interkulturelles Beratungsteam zur Verfügung, das er fallbezogen einbeziehen kann.

Kontakte
Linus Pfister
Präsident AGR
Tel. 079 729 61 65

François Pinaton
Koordinator BIR
043 366 88 60

Kontakt Westschweiz
Claire Léchot
Koordinatorin BIR Westschweiz
079 812 78 24

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