Zwei Stunden Dank, Bitte und Busse – Zum dritten Mal nach 2013 und 2015 fand wieder „Ein Gebet voraus“ in Bern statt. Ziel ist die Erneuerung des Eidgenössischen Bettags.
Am Samstag versammelten sich gegen 300 Beterinnen und Beter während zwei Stunden auf der grossen Schanze in Bern. Der erste Teil gehörte dem Dank. „Als Schweizer verbindet uns eine grosse Dankbarkeit mit dem Land“, hiess es in der Liturgie. Gedankt wurde etwa für den Reichtum an Ernte, den Rechtsstaat und die Meinungsfreiheit. In den Bitten und Fürbitten wurde Gott um Orientierung in allen Gesellschaftsbereichen, um Stärkung der Familien, um Segen für Verantwortungsträger, für unsere Landwirtschaft und die KMU gebeten. Auch die Busse wurde nicht vergessen: „Wir tun Busse, weil unser monetäres Denken dazu führt, dass ein Ruhetag immer mehr aus der Arbeitswelt verdrängt wird. Wir tun Busse, weil wir unseren Reichtum nicht mit dem Schwachen teilen. In allen Bereichen der Gesellschaft erfahren wir einen Wertezerfall. Der Bezug zu Jesus Christus, welcher unser Land stark geprägt hat, weicht zunehmend der Neutralität.“

 

Landes- und Freikirchen gemeinsam
Ziel von „Gebet voraus“ ist die Erneuerung des Eidgenössischen Bettages. „Es ist Zeit, dass wir uns als Christen zum Gebet sammeln!“, betont Pfarrer Christian Meier (Gossau ZH) aus dem Komitee. „Ein Gebet voraus“ sei darum ein prophetisches Zeichen: „Christen stehen im Gebet auf und verdeutlichen, dass Gott unser Gegenüber ist.“ Veranstalter sind die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AGCK, Patronat), der SEK, die Bischofskonferenz (SBK), die SEA, die Christkatholische Kirche und die Freikirchen Schweiz (VFG). Das Grusswort aus der Politik kam diesmal von Nationalrätin Sylvia Flückiger (SVP). Die Liedteile leitete der Kirchenmusiker Gallus Hächler (Zürich) mit seiner Band.

 

Quelle Artikel: ideaSpektrum
Weitere Informationen zum Bettag: www.bettag-jeunefederal.com

Kontakt
Matthias Spiess
Generalsekretär SEA
Tel. 076 441 67 66
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