Glaube, der Raum schafft für ganzheitliche Teilhabe

Podiumsdiskussion anlässlich der letzten Fachtagung Inklusion 2024 in Aarau (Bild: Glaube und Behinderung)

Die zweite Fachtagung Inklusion am 7. Mai 2026 in Winterthur widmet sich der Frage, wie Kirchen und soziale Institutionen Räume schaffen können, in denen Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam Glauben leben und gestalten können. Im Zentrum steht eine ganzheitliche Teilhabe, die Menschen mit Behinderungen als gleichwertige und aktive Mitgestaltende versteht. Mit Prof. Dr. John Swinton konnten die Veranstalter, die SEA-Arbeitsgemeinschaft Glaube und Behinderung sowie das Institut Inklusiv, eine international anerkannte Stimme für Inklusion als Hauptreferenten gewinnen. 

Es geht um mehr als bauliche Barrierefreiheit – im Zentrum steht die ganzheitliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Wie lassen sich Gottesdienste, Gemeinschaft und Zusammenleben so gestalten, dass alle sich angesprochen, ernstgenommen und befähigt fühlen? Menschen mit Behinderungen werden dabei nicht als Objekte karitativer Fürsorge betrachtet, sondern als aktive, gleichwertig begabte Gegenüber. In einem partizipativen Prozess sollen neue Formen von Spiritualität, Beteiligung und Zugehörigkeit entwickelt werden. Ziel ist es, voneinander zu lernen und gemeinsam einen inklusiven Raum des Glaubens und der Gemeinschaft zu gestalten, der nicht an der Tür der Kirche oder Institution endet. 

Eine Praxis, die über Anpassung hinausgeht 

Prof. Dr. John Swinton aus Aberdeen wird als eine der wichtigsten Stimmen unserer Zeit in Sachen Inklusion von Menschen mit Behinderungen darüber sprechen, wie christliche Theologie und Praxis Gemeinschaften prägen können, in denen alle Menschen, einschliesslich Menschen mit Behinderungen und psychischen Problemen, als integrale Mitglieder anerkannt werden. In acht Vertiefungsseminaren geht es anschliessend um die konkrete Umsetzung wie zum Beispiel die Gestaltung von inklusiven Gottesdiensten, die Inklusion von Menschen mit Hörbehinderungen oder psychischen Erkrankungen, die Bausteine für eine inklusive Kirche oder auch gelebte Teilhabe in einem Altersheim. 

Fokus auf Gebärdensprache 

Alle Teile im Plenum sowie fünf Vertiefungsseminare werden mindestens je einmal in Gebärdensprache verdolmetscht. Beim Vertiefungsseminar von Patty und Roland Hermann-Shores geht es explizit um die Teilhabe von Gehörlosen in der Kirche. Die beiden berichten von ihren reichen Erfahrungen und stellen das Best-Practice-Modell der Kirche Arche Winterthur vor. Zum Abschluss der Tagung ist geplant, mit allen Teilnehmenden das «Vaterunser» in Gebärdensprache zu erlernen und zu beten. Diese Fassung wurde neu erarbeitet und wird an der Fachtagung quasi uraufgeführt. 

Die Fachtagung Inklusion wird organisiert von Glaube und Behinderung und dem Institut Inklusiv, in Partnerschaft mit CISA, Heilsarmee, TDS, HFS ICP, HFS Zizers, EMK Schweiz, Ref. Kirche Kanton St. Gallen, Bistum Basel und SEA. Weitere Informationen und Anmeldung bis zum 25. April 2026 unter www.fachtagung-inklusion.ch. 

Kontakt
Markus Zuberbühler
Geschäftsführer SEA-Arbeitsgemeinschaft
Glaube und Behinderung
Tel. 079 102 56 79
markus.zuberbuehler@gub.ch

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