Gemeinsame Sehnsucht nach Aufbruch in der jungen Generation

Tut sich etwas in Bezug auf den Glauben in der jungen Generation in der Schweiz? Der Bericht aus England zum Thema «Quiet Revival» löst zumindest eine Sehnsucht danach aus. Am diesjährigen Jugendforum gaben rund 70 Jugendleiterinnen und -leiter auf Einladung der SEA-Jugendallianz diesem leisen Aufbruch Raum.

Das Jugendforum 2026 fand im EGW Bern Zentrum statt und bot einen passenden Rahmen für Begegnung, Austausch und gemeinsames Gebet. Der Tag begann mit einer Anbetungszeit, die in einen inhaltlichen Impuls überging.

Matthias (Kuno) Kuhn gab Anteil, wie er in seiner aktuellen pastoralen Arbeit in Zollikofen suchende junge Menschen begleitet und Kirche baut. Er beschrieb den Begleitprozess anhand von Beziehungsphasen, Kennenlernen, Freundschaft, Eheschliessung und Familiengründung, und ordnete das Verhalten der heutigen jungen Generation dahingehend ein, dass viele oft in einer Art «Datingphase» verharren, analog zur Kultur, wie sie sich auch im realen Beziehungsverhalten zeigt. Entsprechend dauere das Hinführen zur «Ehe», im Sinne eines vollen Ja zu einem Leben mit Jesus, häufig länger. Seine Leidenschaft, Menschen für das Evangelium zu erreichen, ganz konkret im eigenen Umfeld, direkt vor der Haustür, legte eine spürbare Grundlage für das, was folgte.

Ergänzt wurde dies durch Jérémy Magnenat, der von Entwicklungen in der Romandie berichtete. So erzählte er beispielsweise, dass durch ein niederschwelliges Sportangebot viel mehr junge Menschen erreicht werden.

Darauf aufbauend ging der Vormittag in eine gemeinsame Gebetszeit über. Rund um eine grosse Schweizerkarte wurde für die junge Generation gebetet. Die Gebetszeit gestaltete sich in drei aufeinanderfolgenden Teilen. Kuno, Urs von Orelli und Nikolas Baskarad brachten jeweils ein Anliegen ein und führten in die gemeinsamen Gebetszeiten ein, sodass sich Momente in kleinen Gebetsgruppen und im grossen Kreis immer wieder abwechselten. Dabei wurde auch eine gelebte Einheit über konfessionelle Grenzen hinweg sichtbar: Kuno als Freikirchler vom Verband G-Movement, Urs aus dem reformierten Kontext, TDS und refine, und Nikolas aus katholischer Perspektive, Leiter des Jugendnetzwerks in Zürich, standen gemeinsam dafür ein.

Die lange Mittagspause bildete das Herzstück des Tages. Bei einem von Studierenden der Jüngerschaftsschule «Master’s Commission» zubereiteten Essen bot sie Zeit für vertiefte Gespräche und Begegnung mit alten und neuen Freunden.

Fachlicher Austausch und Beziehungspflege in ungezwungener Atmosphäre

Am Nachmittag teilten sich die Teilnehmenden in vier Austauschgruppen auf:

  1. Jugendverbände
  2. Werke und Organisationen
  3. Jugendnetzwerke, Jugendallianzen, Jugendevents, regionale Jugendgottesdienste
  4. Schulen und Ausbildungsstätten

In diesen Gruppen konnte gezielt und bedürfnisorientiert anhand folgender Fragen diskutiert werden:

  • Was benötigt die Jugend?
  • Wo ist Gott am Wirken?
  • Wo können wir uns einklinken?

Um frische Luft zu schnappen und die Gespräche weiterzuführen, machte sich jede Gruppe danach gemeinsam auf den Weg durch die Berner Altstadt. Ein Zwischenhalt beim Bärenpark, inklusive Verpflegung, bot Gelegenheit, das Miteinander in ungezwungener Atmosphäre zu vertiefen. Den Abschluss des offiziellen Teils bildeten die zusammenfassenden Rückmeldungen aus den Gruppen. Beispielsweise wurde sichtbar, dass die Zahlen der Jugend-Alphakurse gestiegen sind, was darauf hindeuten kann, dass sich mehr junge Menschen aktiv mit ihren Glaubensfragen auseinandersetzen möchten.

Wer den Tag noch etwas verlängern wollte, hatte am Abend die Möglichkeit, mit einem kleinen Ortswechsel zu einer Waldhütte den Austausch fortzusetzen. Beim «Outdoor Flying Dinner», einem Glas Wein und warmer Heusuppe entstand nochmals Raum für viele gute Gespräche.

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