Bild: Daniel Wahl
Vom grossen Stadtgottesdienst mit über 1000 Personen und bundesrätlicher Beteiligung in Basel bis zum kleinen, aber feinen Miteinander dreier Kirchen im aargauischen Kölliken: In der Allianzgebetswoche zeigt sich die Vielfalt, wie der Glaube kirchenübergreifend geteilt, gemeinsam gebetet und gefeiert wird. Ein Rückblick auf ausgewählte Anlässe der Allianzgebetswoche 2026:
Die Evangelische Allianz Basel lud zum Allianzgottesdienst ins Basler Münster – und rund 1200 Teilnehmende sorgten für eine eindrückliche Stimmung, mit einer Mischung aus landes- und freikirchlicher Spiritualität, Allianz pur! Unter ihnen war auf Einladung von Freikirchen.ch auch Bundesrat Beat Jans, der wertschätzende Worte an die Kirchen richtete und unter anderem dazu aufrief, in unserer Gesellschaft das Verbindende über das Trennende zu stellen.
Die Evangelische Allianz Oberdiessbach feierte einen gemeinsamen Gottesdienst dreier Gemeinden in der reformierten Kirche. Gegen 200 Besucherinnen und Besucher hörten eine Predigt des interkulturellen Beauftragten der SEA, Egzon Shala, über Gottes Treue – auch in unseren schwierigen Zeiten.
Die Evangelische Allianz Hinterthurgau stellte ebenfalls das Thema der diesjährigen Allianzgebetswoche «Gott ist treu» in den Fokus ihres Allianzgottesdienstes im Gemeindezentrum in Aadorf. Die Einheit unter den elf Kirchen war auch deshalb spürbar, weil alle etwas zum Gottesdienst beitrugen. Die Predigt wurde von der Pfarrerin der EMK Eschlikon, Damaris Raymann, und dem Diakon der reformierten Kirche Aadorf, Mathias Dietz, gemeinsam gestaltet.
Die Evangelische Allianz Biel und Umgebung organisierte tägliche Gebetsabende in der St. Stephanskirche in Biel-Mett – der ältesten Kirche der Region. Hier beteten Menschen aus verschiedenen Denominationen und Sprachen gemeinsam Gott an und setzten sich in der Fürbitte für ihre Region ein. Etwa, dass Gottes Wirken für die Menschen sichtbar wird und die Freude der Christinnen und Christen in ihrem Umfeld zum Ausdruck kommt.
In Winterthur hatten vor allem die Morgenstunden Gold im Mund. Gottes Treue mit Dank und Bitten wurde allmorgendlich mit geleiteten Gebeten im «The Place», dem Gebetshaus, proklamiert. Gemeindeleitungen und Werkverantwortliche trafen sich am Dienstagnachmittag zur Fürbitte und einem feinen Nachtessen in der Stiftung Schleife. Der anschliessende Gottesdienst mit Allianz-Fokus machte die Treue Gottes für die Besuchenden auf eine tiefe und persönliche Weise neu erlebbar. Im gemeinsamen Gebet teilten sie ihre Sehnsucht nach einem geistlichen Aufbruch in Stadt und Region mit Gott und miteinander.
Die drei Kirchen der Evangelischen Allianz Kölliken sind sich nicht nur geografisch nahe. «Man spürt sofort, dass sich die Leute kennen und schätzen», sagt Andi Bachmann-Roth, Co-Generalsekretär der SEA, der am Allianzgottesdienst in Kölliken die Predigt halten durfte. Vertrauensvolle Beziehungen wachsen nicht über Nacht. Hier haben Menschen seit Langem ins Miteinander investiert. Auch nach einer Stunde waren noch viele Menschen beim Apero nach dem Gottesdienst beisammen.
Am Gebetsabend der Evangelischen Allianz Lenzburg haben Konfirmandinnen und Konfirmanden aktiv mitgewirkt. An verschiedenen kreativen Posten konnte getrauert, gedankt, gelobt, bekannt oder auch einfach geschwiegen werden. Hier erlebten die Teilnehmenden gleichermassen Einheit wie Vielfalt. Gemeinsam standen sie am Abendmahl um den einen Tisch des Herrn. Und doch war die Art und Weise der Gebete und Ausdrucksformen des Glaubens sehr unterschiedlich. Die Allianzgebetswoche ist eine Gelegenheit, bereichernde Begegnungen über das eigene religiöse Milieu hinaus zu erfahren.