Wie lassen sich Gefühle besser regulieren?

(©Maksym Tkach, SEA)

Am jüngsten Treffen des Forums Ehe+Familie, einer Arbeitsgemeinschaft der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA, gab der Referent Stephan Schöbe Einblick in die komplexe Welt der Gefühle. Viele bekannte Gesichter, aber auch nicht wenige Erstbesuchende haben sich zu angeregten Gesprächen und Beziehungspflege eingefunden. Als Plattform setzt sich das Forum Ehe+Familie (FEF) für den Fachaustausch und die Weiterbildung ein und vernetzt die Kräfte zur Stärkung von Ehe und Familie in der Schweiz.  

Nach der Begrüssung stellte sich Thomas Kunz als Verstärkung des FEF-Leitungsteams vor. Als Ingenieur treibt ihn auch das Anliegen für die Stärkung von Ehen und Familien an. Zusammen mit seiner Frau, Rechtsanwältin und Notarin, hat er sich zum Kursmitarbeiter für finale Eheseelsorge ausbilden lassen. Mit friedensstifter.ch setzt er sich auch für Alternativen in der Konfliktlösung statt dem Weg zum Gericht ein.  

Zum Thema «Gefühle besser regulieren» gab der Referent Stephan Schöbe, Dozent an der Höheren Fachschule für Sozialpädagogik ICP, einen sehr versierten Überblick. Gefühle lassen sich nicht mit Trick A, B, C in den Griff bekommen. Es ist immer ein komplexeres Geschehen von Interaktionen, die unter anderem mit der Persönlichkeit der Person, deren Bezugsnetz nach aussen und der momentanen Situation zu tun haben. Je nachdem sind entsprechend auch unterschiedliche Massnahmen oder Interventionen sinnvoll. «Wir haben nie nur das entwicklungsgehemmte Kind als solches zu erziehen, sondern immer auch seine Umgebung» (Moor 1965, 17ff.) – so eines der pointierten Zitate. Der Mensch braucht zunächst stabile äussere Bedingungen und Beziehungen, um den inneren Halt zu entwickeln. Äussere Herausforderungen können dann besser bewältigt werden. Hilfreich bleibt weiterhin ein gesundes Beziehungsnetz (Eltern, Familien, Gemeinde, Sozialisationsinstanzen). Es helfen aber auch Strategien zum Beispiel Selbstberuhigung, innere Bilder oder Gewohnheitsrituale. Die Ausführungen des Referenten waren sehr hilfreich, um bereits Bekanntes mit neuen Aspekten zu verknüpfen und den eigenen Horizont zu erweitern.  

Daniel Höhn stellte den Verein LiSa Eheatelier vor. Ursprünglich von Dr. Manfred Engeli gegründet, setzt sich diese Vereinigung für die Förderung von Ehen durch Seminare, Ehewochen, Ehevorbereitung und Ausbildungskurse ein. Das Forum Ehe+Familie freut sich über den Zuwachs durch LiSa.  

Doris Bürki, Co-Leiterin des FEF, stellte das neue Buch «Orientierung – Wahrheit, Wurzeln, Werte» vor. Als Verantwortliche von FEG ehe+familie sowie BTS Schweiz hat sie mit ihrem reichen Erfahrungsschatz das Kapitel «Orientierung für die Erziehung: Vom sicheren Hafen, Leuchttürmen und ganz viel Zuversicht» verfasst.¹

¹ Bestellungen via Mail: buch@bts-seelsorge.ch (CHF 15 inkl. Versand)

Bericht: Martin Schnyder, FEF  

Nächster Anlass

Das nächste FEF-Treffen zum Thema «Unseren Körper lieben» ist auf den 27. Februar 2026 in der FEG Aarau, Schönenwerd, angesagt. Referent ist Paul Bruderer. 

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